Montag, 4. Dezember 2017

Morgendämmerung

„Graut“ – ich finde kein passenderes Wort
ein Morgen im Herbst
das mühsame Hellwerden
der Morgen graut im Morgengrauen

Still, menschenleer die Straße
nass schimmernder Asphalt
Bewegungslos das schwarze Geäst
garniert mit Schneestreifen

Starre, Ruhe, Geborgenheit
die Hektik der Farben liegt so weit
Eine Zeit des Innehaltens
Zwischenzeit

-ganter-


Mittwoch, 29. November 2017

Dompteurin

Der Zorn ihn hin zum Toben treibt
den Mund ganz schief, die Augen weit
Doch die Holde kontert sein Erregen
ein strahlend` Lächeln hält sie  ihm entgegen

Das macht den Wüterich noch wilder
jedenfalls stimmt es ihn nicht milder
Die Gute versinkt darob in Traurigkeit
der Trick klappt immer, so wird er weich

Und die Moral von der Geschichte:
Machos haben keine Chance
wenn die Femen mit Gefühlen
ihnen sanft das Mütchen kühlen

  -ganter-

Freitag, 17. November 2017

Rauch

Grau war da, als es geschah
durchsetzt von dunklem Ahnen
Sturm zog auf, ich warte drauf
dass die Sirenen warnen

Bomben fallen, Hände krallen
geben einander Halt
in Kinder brennen sich Bilder
die werden niemals kalt

Kriegsgeschrei war dann vorbei
unsere Generation dachte für immer
Doch scheint die Zeit erneut bereit
fürs Spielen mit dem Feuer

-ganter-


Montag, 13. November 2017

Klippenklang

Lippen und Holz vereint im Spiel
die Flöte mit ihrem Musikanten
Klippenwände werfen den Schall
die Brandung tobt darunter  

Mal klingt es dumpf wie aus tiefem Schacht
wenn Gewitter-Grummeln Angst gemacht  
Dann in jubelnd unbändiger Freude
jauchzende Gewissheit, der nichts reute

Konzentriert auf den verwehenden Klang
der eins wird mit dem Möwengeschrei
Fantasiert sich mein Fühlen in ein Glück hinein
das mit Wolken und Wellen in die Ferne treibt

-ganter-